VAN ROTH.

Haute Couture made in Hamburg.

Das Hamburger Label VAN ROTH richtet seinen Fokus auf den Mantel. Komplexe Silhouetten, erlesene Materialien und die Liebe zur Kunst in sich vereinend, avanciert der Mantel bei VAN ROTH zum Inbegriff formvollendeter Sinnlichkeit.

 

Für VAN ROTH steht ein getragener Mantel für den unmittelbaren ersten Eindruck. Formensprache und Qualität des Stücks geben preis, welche Werte unterhalb der Oberfläche zum Tragen kommen. Vielschichtig und ausdrucksstark fungiert die äußere Hülle, der Mantel, analog einer visuellen Visitenkarte. 2021 von THERESA KLIEBISCH gegründet, stellt sich VAN ROTH bewusst gegen die Überproduktion des Marktes und agiert unabhängig von saisonalen Trends. Die Qualität der Mäntel geht mit diesem Konzept einher. Die verarbeiteten Kaschmir-, Alpaka- und Schurwollstoffe stammen mehrheitlich aus italienischer Produktion. Jedes Modell wird nach traditioneller Handwerkskunst individuell angefertigt und so zu einem langjährigen Wegbegleiter.

 

VAN ROTH definiert eine eigene Schönheit - geleitet von zeitlosem Design, Stil und Eleganz. HAUTE COUTURE MADE IN HAMBURG.

 

Erfahren Sie mehr über VAN ROTH in unserem Interview mit Designerin THERESA KLIEBISCH am Ende der Seite.


Die Kollektion.

Modern und selbstbewusst frönt VAN ROTH der Liebe zum abstrakten Expressionismus. Maßgeblich inspiriert vom Gemälde „1952-A“ des Malers Clyfford Still und der Lithografie „Canto VIII“ Barnett Newmans entstanden verschiedene Interpretationen von Mänteln, die das Widersprüchliche zum Gestaltungsprinzip erheben. Und trotzdem perfekt tragbar sind.

 

Voller Faszination für die Schattierungen zwischen Blau und Schwarz verschmelzen organisch kraftvolle Details mit asketischer Klarheit zu anspruchsvollen Kompositionen. Jeder Mantel ist eine Maßanfertigung. In insgesamt drei Anproben nehmen Sie aktiv am Entstehungsprozess Ihres Einzelstückes teil. Nachdem Ihre Maße genommen wurden, wird ein Modell des gewünschten Mantels in Ihrer Größe aus Nesselstoff gefertigt. Wenn dieses perfekt passt, wird der Mantel in vier bis sechs Wochen aus dem originalen Stoff gefertigt. Die Anproben finden im Atelier in Hamburg oder bei Ihnen zu Hause statt.

Van Roth . Alba . €3.190
Van Roth . Alba . €3.190
Van Roth . Clémence . €3.390
Van Roth . Clémence . €3.390
Van Roth . Elaine . €2.790
Van Roth . Elaine . €2.790
Van Roth . Eleanor . €3.390
Van Roth . Eleanor . €3.390
Van Roth . Eve . €3.550
Van Roth . Eve . €3.550

Van Roth . Hedda . €2.450
Van Roth . Hedda . €2.450
Van Roth . Iris . €3.750
Van Roth . Iris . €3.750
Van Roth . Lee . €2.990
Van Roth . Lee . €2.990
Van Roth . Perle . €2.750
Van Roth . Perle . €2.750
Van Roth . Tilda . €3.690
Van Roth . Tilda . €3.690

Das Interview.

HAUS GLANZ: Liebe Theresa, wie ist Dein Werdegang?

 

THERESA KLIEBISCH: Ich komme ursprünglich aus der Maßschneiderei. Ich habe in Thüringen, unweit meines Geburtstorts, in einem kleinen Drei-Mann-Betrieb eine Schneiderlehre absolviert und im Anschluss den Meister gemacht. Ich habe mich für den Meisterkurs in Hamburg angemeldet und betrachte dies als einen meiner Schlüsselmomente im Leben: Ich habe dort eine ganz andere Wertschätzung für das Handwerk gespürt. Ich habe plötzlich gemerkt, dass ich mit Schnitten richtig gestalten kann. Ich produziere nicht einfach nur ein Kleidungsstück, sondern ich kann es aus dem Nichts entstehen lassen. Ich finde es bis heute faszinierend, dass man ein Stück Papier oder Stoff durch aufdrehen oder zusammenkneifen an der Büste in ein dreidimensionales Konstrukt wie ein Kleid oder einen Mantel verwandeln kann.

 

HG: Du hast aber auch noch Modedesign studiert, richtig?

 

TK: Ja, in Ostdeutschland, an der sogenannten Burg in Halle. Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein wurde 1915 gegründet und hat für Modedesign einen ähnlich guten Ruf wie z.B. die Weißensee Kunsthochschule in Berlin. Beide Schulen haben eine sehr künstlerische Note. Die Studiengänge sind weniger auf die Industrie ausgerichtet, sondern darauf, dass man eine eigene Handschrift entwickelt. Ich konnte mich in meinem Studium ausprobieren; es wurden keine Grenzen gesetzt, in denen man sich an gewisse Vorgaben halten muss. Wir wurden angehalten, groß zu denken und zu experimentieren. Und so kam ich tatsächlich auch zu den Mänteln, das war dann so im letzten Studienabschnitt. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie es genau kam, dass ich mich mit Jacken und Mänteln auseinandergesetzt habe. Aber ich habe irgendwann festgestellt, dass dem Ganzen Möglichkeiten innewohnen, die so eigentlich sehr wenig angewandt werden. Sprich: Es gibt ganz viele verrückte Kleider, es gibt Drapierungen und ganz viele tolle schnitt-technische Umsetzungen für Kleidung, die man eben unter einem Mantel trägt. Mich hat es gereizt, diese Schnittkunst auf den Mantel, also auf die äußere, besser gesagt die äußerste Hülle, zu übertragen. Denn über einem Mantel trägst Du nichts mehr drüber! Die Mäntel, die ich kreiere, wirken direkt nach außen. Sie können sich und damit die Trägerin ungestört im Raum entfalten. Das finde ich reizvoll und spannend.

 

HG: Das hast du sehr schön gesagt und beschrieben. So habe ich noch nie über den Mantel nachgedacht. Und jetzt hast Du ein Label gegründet, und das eigentlich auch gegen jegliche Norm. Du machst Haute Couture in einer Welt, wo kommerziell das Logo-T-Shirt, die Jogginghose und der hundertste Sneaker (vermeintlich) angesagt sind.

 

TK: Ich habe einfach gemerkt, dass es das so nicht gibt. Es gibt tolle Mäntel, tolle Blazer, tolle Jacken, aber ich habe das Gefühl gehabt, ich kann dem Ganzen noch meinen Stempel aufdrücken, indem ich es schnitt-technisch noch mehr ausbaue. Mir ist bewusst, dass es eine Nische ist. Aber ich finde das reizvoll. Mir geht es nicht um die Masse, sondern um die Qualität. Damit steht und fällt mein Produkt. Wenn ich zum Beispiel eine wirklich außergewöhnliche Schnittform habe und das Ganze nun günstig und mit billigen Materialien produzieren lasse, dann kann das Kleidungsstück schnell grotesk wirken. Wenn ich diese außergewöhnliche Form aber in einem wunderschönen, exquisiten Material handwerklich perfekt ausarbeite, dann hat es in sich eine ganz besondere Wertigkeit. Meine Mäntel sind außergewöhnlich, sprich nicht alltäglich, aber sie sind sehr zeitlos durch das Zusammenspiel zwischen Material und Schnitt.

 

HG: Wie stellst Du die Mäntel her?

 

TK: Jeder Mantel wird in meinem Atelier in Hamburg auf meine Kunden maßgefertigt. Das heißt, dass wir den Kunden beim ersten Treffen komplett vermessen müssen. Vom Zuschnitt des Originalmaterials bis zu der Fertigstellung, also bis zum letzten Knopf, den ich annähe, brauche ich ungefähr 60 bis 70 Stunden. Die Vorderteile der Mäntel sind z.B. nicht wie in der Industrie verklebt, sondern mit Rosshaar gearbeitet. Das ist eine lose Einlage aus der Herrenschneiderei und wird von Hand an verschiedenen Stellen unsichtbar mit dem Oberstoff verbunden. Dadurch hat es Formstabilität. Das Ganze bleibt atmungsaktiv und springt auch immer wieder in die ursprüngliche Form zurück. Ich steche und nähe auch alle Knopflöcher per Hand. Auch das Seidenfutter wird von Hand einstaffiert. Der Mantel sieht nicht nur schön aus, sondern fühlt sich auch schön an.

HG: Deine Mäntel machen sich perfekt auf dem roten Teppich oder garantieren seiner Trägerin einen großen Auftritt bei einer Vernissage oder in einem Restaurant.

 

TK: Mich inspirieren neben der Kunst die großen Schauspielerinnen wie Tilda Swinton oder Iris Berben. Beiden habe ich jeweils ein Modell gewidmet. Die Mäntel strahlen auch eine Stärke aus, ein Selbstbewusstsein: Sie sind modern. Die Frau, die VAN ROTH trägt, weiß was sie will, sie weiß wer sie ist, und sie weiß wo sie hin möchte. Das ist jetzt nichts für jeden Tag, sondern wenn ich mich wirklich schön machen möchte. Sie sind Skulpturen aus Stoff! Mäntel, die von starken Persönlichkeiten getragen werden!

 

HG: Liebe Theresa, vielen Dank für Deine Zeit. Wir freuen uns sehr, Dich hier im HAUS begrüßen zu dürfen.

 


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